Schlagwort: Forschungsbeiträge

  • Wie werden Einkommensunterschiede in Deutschland gerechtfertigt?

    typologie_schemaDiese Frage habe ich mir in meiner Masterarbeit vor zwei Jahren gestellt und versucht ihr anhand einer Analyse der Debatte um das Rekordgehalt des VW-Managers Martin Winterkorn auf die Spur zu kommen. Das Ergebnis ist eine Typologie von Argumenten, mit denen Ungleichheit von Einkommen typischerweise gerechtfertigt wird.

    Passend zur heutigen Jauch-Sendung habe ich die Arbeit nun doch einmal herausgekramt…

    Wen es genauer interessiert: 131210 Masterarbeit Julian Bank – Rechtfertigungsmuster Einkommensungleichheit (PDF)

    Weitere Artikel zum Thema:

    Martin Winterkorn und die Rechtfertigung von Ungleichheit


  • Ungleichheit in Deutschland nimmt zu: Klareres Bild als bislang vermutet

    Der Trend steigender Einkommensungleichheit in Deutschland ist eindeutiger als zwischenzeitlich angenommen. Zu diesem Schluss kommt ein Report des gewerkschaftsnahen Wirtschatsforschungsinstituts IMK.

    Der stetige Anstieg der Ungleichheit der letzten Jahrzehnte hatte seit 2005 vorübergehend pausiert. Die Analyse des IMK auf Basis von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) zeigt jetzt, dass der Grund für diese Pause nicht – wie häufig angenommen – in der guten Arbeitsmarktlage begründet liegt, sondern mit dem krisenbedingten Einbruch der Kapitaleinkommen zu erklären ist.

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  • Hinweis: Ungleichheitswahrnehmungen

    Vor drei Tagen erschien in diesem Blog eine kritische Auseinandersetzung mit dem neusten Versuch des IW Köln, die Verteilungsdebatte einzufangen. Die New York Times greift nun eine Studie von Forscher/innen der Uni Hannover auf, die auch das IW Köln zitiert – allerdings nur selektiv.

    Denn einen zentralen Teil der Studie unterschlägt die wirtschaftsnahe Denkfabrik aus Köln: Dass in allen untersuchten Ländern, auch in Deutschland, die Einkommensungleichheit unterschätzt wird, wenn man den wahrgenommenen Abstand zwischen Durchschnitts- und Medianeinkommen betrachtet. Das IW Köln hingegen bezieht sich auf ein Maß, das eine grafische Illustration der Schichtenverteilung betrachtet. Bloß wird in diesem Maß nicht einmal direkt nach Einkommensunterschieden gefragt…
    [button link=“http://www.nytimes.com/2014/07/25/upshot/why-voters-arent-angrier-about-economic-inequality.html?rref=upshot“ color=“grey“ target=“_blank“]New York Times →[/button]


  • Wer hat hier „verzerrte Umverteilungspräferenzen“?

    FAZ und IW Köln haben wieder zugeschlagen. Auf der Basis einer auf wackligen Füßen aufgebauten Studie legen sie nahe, in Deutschland gebe es kein Ungleichheitsproblem und keine Notwendigkeit einer Umverteilungspolitik. Der Beitrag zeigt auf, warum eine solche These gewagt ist. (mehr …)


  • Dürrer Boden für Verteilungsfragen

    „Den Deutschen geht es richtig gut“ – so lautet der Titel eines Beitrags im FAZ-Wirtschaftsteil von vergangenem Samstag. Aufgehängt ist die Geschichte an einer Studie des wirtschaftsfinanzierten Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, in der Umfragedaten aus den Jahren 1980 bis 2012 des Sozioökonomischen Panels ausgewertet werden. Rund die Hälfte der Befragten gaben demnach zuletzt an, mit ihrem Leben „in hohem Maße zufrieden“ zu sein. Hauptgrund sei die niedrige Arbeitslosigkeit.

    Die FAZ nimmt dies zum Anlass, auf die schwelende Ungleichheitsdebatte einzugehen. (mehr …)